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Verhöhnung der Demokratie

Olaf Standke über das Fernsehduell im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen

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Was wird von der zweiten Fernsehdebatte der diesjährigen US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten bleiben? Mit Sicherheit ein echter »Romney«, der zum Thema Gleichberechtigung verkündete, er habe als Gouverneur »Aktenordner voller Frauen« studiert. Das unfreiwillige Bonmot des republikanischen Hoffnungsträgers ist Anlass für viel Spott im Internet. Bei den Umfragen dürfte es ihm vor allem geschadet haben. Da liegt Obama vorn. Nicht, dass Romney nun alle Hoffnung fahren lassen müsste, aber der Präsident zeigte sich dieses Mal in einer hitzigen Debatte um Steuermodelle, Haushaltsdefizite, Handelskriege und libysche Terrorattacken erheblich stärker und wies seinen Herausforderer immer wieder in die Schranken.

Der große demoskopische Befreiungsschlag für den Amtsinhaber aber war dieser Abend an der Hofstra-Universität auf Long Island noch nicht. Doch im rechten Lager zeigte man sich deutlich unzufriedener mit dem eigenen Mann. Die berühmt-berüchtigte konservative Radiomoderatorin Laura Ingraham twitterte unmittelbar nach dem Abtritt der beiden Kandidaten von der Debattenbühne: »Gott sei Dank ist das endlich zu Ende.« Gar nicht erst dabei sind bei dieser Art Wahlkampf Made in USA die Vertreter anderer Parteien. Als die grüne Spitzenkandidatin Jill Stein gegen das monopolisierte Fernsehduell protestieren wollte, wurde sie wegen Ruhestörung verhaftet. Auch sie hat ein Fazit des Abends: »Verhöhnung der Demokratie«.

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