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Gemeinwohl-Ökonomie als Alternative

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(nd). »Gemeinwohl-Ökonomie - Gemeinwohl-Bilanz« eigentlich »trockene« Begriffe, aber sie standen für die Teilnehmer eines Unternehmerstammtisches am 11. September 2012 in Berlin zum Thema »Utopie oder Machbar« im Mittelpunkt einer interessanten Debatte. Durch die Teilnahme von Vertretern des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie e.V. (Energiefeld Berlin) wurde es zu einer Diskussion, die deutlich über den eigenen »Tellerrand« hinausging.

Ist die Gemeinwohl-Ökonomie mit Gemeinwohlbilanzen eine zukunftsweisende Antwort auf die Herausforderungen in der heutigen Zeit, geprägt von Finanz- und Wirtschaftskrisen, von einer immer größer werdenden Schere zwischen arm und reich? Diese Frage prägte einen Teil der Diskussion und die Vertreter des Berliner Energiefeldes konnten in optimistischer Weise zum Ausdruck bringen, das sich bereits über 800 kleine und mittlere Unternehmen dem Netzwerk Gemeinwohl-Ökonomie angeschlossen haben. Auch der OWUS-Dachverband zählt seit einem halben Jahr zu den offiziellen Unterstützern dieses in Wien von Christian Felber gegründeten Netzwerkes.

Sie informierten über Erfahrungen aus Süd-Tirol und aus Österreich, wo die Bewegung bereits stärker Fuß gefasst hat als in Deutschland. So haben in Österreich die ersten Kommunen beschlossen, sich zur Gemeinwohl-Gemeinde zu entwickeln und die Erstellung der Gemeinwohl-Bilanzen auch finanziell zu fördern.

Natürlich wurden auch ganz praktische Fragen zur Erstellung der Gemeinwohl-Bilanz debattiert. Ein erstes Mitgliedsunternehmen von OWUS aus Potsdam stellte seine Bilanz vor. Damit gehört es zu den Pionieren in Berlin-Brandenburg. Mit dieser Form der wirtschaftlichen Erfolgsmessung soll von der Messung rein finanzieller Werte (Finanzgewinn) auf die Messung anderer Nutzwerte wie Lebensqualitätsfaktoren und Gemeinschaftswerte umgestellt werden. Die erste Version dieses Modells wurde in den Jahren 2009 und 2010 von Unternehmern aus Österreich entwickelt.

Positives Ergebnis dieses Prozesses ist die Selbstbeantwortung der Frage, wie das eigene Unternehmen gemeinwohlorientiert, demokratisch, sozial und ökologisch arbeitet. So manche Frage wird erst bei der Erstellung der Bilanz thematisiert -und ist damit Ansatz für eine künftige Veränderung in der praktischen Tagesarbeit. Damit erfährt das Unternehmen selbst, wie nah oder fern man der »Utopie« ist. Nicht zu unterschätzen ist allerdings der Zeitaufwand zur Erstellung einer solchen Bilanz.

Ein gelungener Abend, der vor allem dem Motto des vor 18 Jahren gegründeten Unternehmerverbandes »Aus wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Verantwortung« ein weiteres Stück Realität verlieh und anwesende Unternehmer bzw. Unternehmen animierte, ebenfalls über die Erstellung einer solchen Bilanz nachzudenken.

Informationen:
www.gemeinwohloeko-nomie.org
www.owus.de

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