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Gut ist, was den Armen hilft

Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz über Wege aus der weltweiten Krise

Joseph Stiglitz war Professor für Volkswirtschaft und ist als Autor tätig. In seinem neuen Buch »Der Preis der Ungleichheit. Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht« (Siedler Verlag, 24,99 Euro) widmet sich der Ökonom der größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich. Im Berliner Hotel de Rome stellte er sein Buch dieser Tage vor. Mit ihm sprachen für »nd« Martin Ling und Simon Poelchau.

nd: Professor Stiglitz, der Ökonom Nouriel Roubini sagt zur Eurokrise, dass es eine schlechte Strategie sei, das Haus zu riskieren, um die Garage zu retten. Sollte die Europäische Union nicht lieber Griechenland aus der Eurozone entlassen?
Ich denke, dass Roubinis Sicht am Hauptproblem der Eurozone vorbeizielt. Wäre Griechenland das einzige Problem, würde sich Europa nicht in einer solchen tiefen Krise befinden. Die großen Probleme sind Spanien und Italien. Ohne diese Länder in der Eurozone wäre Europa ein anderes Europa.

Ist die Eurozone in ihrer jetzigen Form zu halten?
Europa muss sich die Frage stellen, welchen Charakter es haben will. Der Kernpunkt ist die Struktur der Eurozone. Es gibt einen gemeinsamen Binnenmarkt, aber kein gemeinsames Finanz- und Fiskalsystem. Derzeit gibt es eine Kapitalflucht aus spanischen Banken. Das schwächt Spanien und die Möglichkeiten der spanischen Regierung, die Banken zu retten. Was wir erleben, i...


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