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Die Wachstumsmaschine

  • Von Sabine Nuss
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Jeder kennt das: Der Tintenstrahldrucker gibt plötzlich den Geist auf. Das kann ein Defekt sein. Oder Absicht des Herstellers, der dem Drucker einen Chip implantiert hat, der mitzählt und ab einer bestimmten Zahl von Druckaufträgen eine Fehlermeldung produziert. Diese Absicht hat einen Namen: geplante Obsoleszenz.

Obsoleszenz heißt: »nicht mehr gebräuchlich«. Ein oft zitiertes Beispiel ist eine Anfang des 20. Jahrhunderts getroffene Absprache internationaler Glühbirnenhersteller. Um die Verkaufszahlen zu erhöhen, wurde die Brenndauer von Glühbirnen auf maximal 1000 Stunden begrenzt. Das wurde zwar später von einem Gericht kassiert, aber damit war die Praxis, bei der Produktherstellung die Lebensdauer künstlich zu beschränken, nicht vom Tisch. Heute ist uns Obsoleszenzverdacht ein vertrauter Begleiter beim Einkaufsbummel nicht nur in der Elektronikabteilung. »Ich bin doch nicht blöd« hat noch eine Bedeutung.

Zufall ist das nicht...


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