Die Freiheit der Anderen

Der Film »Verboten-Verfolgt-Vergessen« dokumentiert die Verfolgung von Kommunisten im Westdeutschland der Ära Adenauer

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Hunderttausende waren in den 50er und 60er Jahren von der antikommunistischen Hatz in der jungen Bundesrepublik betroffen. Bis heute herrscht weitgehend Schweigen darüber. Das möchte Regissuer Daniel Burkholz mit seinem Film ändern.

Wir lernen Herbert und Ingrid Wils aus Hagen (Nordrhein-Westfalen) kennen. Die Eheleute sitzen auf einem Sofa, vor einer gedeckten Kaffeetafel. Hinter ihren Köpfen sind manchmal Wandteller und Fotos der Enkelkinder zu sehen. Herr und Frau Wils sind gefährliche Staatsfeinde. Das ist nicht sofort auf den ersten Blick zu erkennen, denn Staatsfeinde tarnen sich gut.

In den 50er Jahren waren die beiden Mitglieder der KPD und der FDJ, heute gehören sie der DKP an. Herr Wils hat einmal als junger Bursche gerne Lieder zur Gitarre gesungen, »auch solche politischen Inhalts«, erklärt er. In den Liedern, die nicht immer ganz frei von Kitsch und Pathos waren, ging es um flammende Schwüre auf den Frieden, das Zerspringen der Ketten der Geknechteten und eine Jugend, die die »Einheit für Deutschland« fordert. Herr Wils singt ein solches Lied vor und begleitet sich selbst dazu auf der akustischen Gitarre. »Das war Staatsgefährdung«, sagt er mit b...

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