Der leidenschaftliche Diasporist

Jüdisches Museum Berlin: Der obsessive Maler R. B. Kitaj wiederentdeckt

  • Von Martina Jammers
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Unter der mondänen Markise des legendären Pariser Café Les Deux Magots - lokalisierbar dank der markanten Apsis der Kirche Saint Germain des Prés - sinniert Walter Benjamin mit geschlossenen Augen hinter dicken Brillengläsern von seiner Metropole, deren Passagen und Flaneuren er sein Chef d'Œuvre gewidmet hat. Am vorderen Bildrand huscht in Signalrot ein Arbeiter mit Spitzhacke vorbei, wobei sich seine Grellheit verklammert mit der nämlichen Farbe der Kaffeehausstühle und so mancher Hutbedeckung.

Die Vertreibung des Proletariats aus dem Zentrum der Seine-Metropole ist das Thema von R. B. Kitajs Gemälde »The Autumn of Central Paris (After Walter Benjamin)« aus dem Jahre 1972. Denn während seiner Entstehungszeit wurden just die alten Markthallen - Zolas »Bauch von Paris« - abgerissen. Die zerborstenen Chorfenster von Saint Germain lassen sich als Hinweis auf die Zerstörung werten. Im deutschen Vorzeigeflaneur erblickt der Maler, der...

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