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Ausstellung zu Gestapo

(epd). Über die nach dem Attentatsversuch vom 20. Juli 1944 auf Hitler von der Gestapo eingerichtete Sonderabteilung im Berliner Zellengefängniss in der Lehrter Straße informiert ab Freitag eine Ausstellung in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Unter dem Motto »Von allem Leid, das diesen Bau erfüllt »wird anhand von Dokumenten, Fotos und Erinnerungsberichten an das Schicksal der Häftlinge erinnert, teilte die Gedenkstätte am Mittwoch mit.

Mehr als 200 Haftbiografien konnten rekonstruiert werden. Die Ausstellung dokumentiert neben der Geschichte der »Sonderabteilung 20. Juli 1944« auch die Mordaktionen der Gestapo im April 1945.

In den Monaten nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Hitler im Juli 1944 wurden mehr als 350 Gefangene in der Lehrter Straße 3 inhaftiert, darunter Soldaten, Offiziere und Zivilisten. Viele von ihnen wurden später vom nationalsozialistischen »Volksgerichtshof« zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee ermordet. Im Zellengefängnis wurden zudem kommunistische Widerstandskämpfer, aber auch Sippen- und Sonderhäftlinge inhaftiert.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, zwischen dem 22. und 24. April 1945, wurden 18 Häftlinge des Zellengefängnisses auf einem Ruinengrundstück in der Nähe erschossen. Dies waren unter anderem Ernst Munzinger, Albrecht Graf von Bernstorff, Klaus Bonhoeffer und Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg.

Der Titel der Ausstellung stammt aus dem Leitmotiv des Moabiter Sonett »In Fesseln« des Schriftstellers Albrecht Haushofer. Er war ebenfalls im Zellengefängnis inhaftiert und gehörte zu den Opfern der Mordaktion im April 1945.

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