Bremens CDU im freien Zerfall

Parteiinterner Streit zwischen Parteichefin und Fraktionsvorsitzendem eskaliert

  • Von Sönke Möhl, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die CDU macht sich Sorgen um ihren aktuellen Erfolg in Großstädten. In Bremen ist das kaum noch nötig - hier hat sie schon lange keinen Erfolg mehr. Doch jetzt scheint der Landesverband vollkommen im innerparteilichen Streit unterzugehen.

Bremen. Die von Wahlniederlagen gebeutelte Bremer CDU droht im internen Streit zerrissen zu werden. Das Verhältnis zwischen Parteichefin Rita Mohr-Lüllmann und Fraktionsvorsitzenden Thomas Röwekamp (46) ist schon lange frostig. Den Anstoß zum Ausbruch offener Feindseligkeit im Landesverband gab der frühere Innensenator per Interview, in dem er die 55-Jährige kürzlich zum Verzicht auf ihre angekündigte Bundestagskandidatur aufforderte.

Inzwischen ist die Sache komplett aus dem Ruder gelaufen. Die promovierte Fachapothekerin Mohr-Lüllmann muss sich des Vorwurfs erwehren, sie habe Teilen der Partei kriminelle Machenschaften unterstellt. Aus Bremerhaven, Röwekamps Heimatstadt, liegt eine Rücktrittsforderung auf dem Tisch. Der Fraktionschef selbst lehnt jede weitere Stellungnahme zur Partei ab, er wolle s...


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