Grüner Wandel in Rot

»Plan B« soll die Energiewende sozial machen

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie könnte eine sozial-ökologische Gesellschaft im Jahr 2050 aussehen? Die Linksfraktion hat einen Vorschlag gemacht, den sie »Plan B« nennt. Sie diskutiert darüber schon länger mit Umweltaktivisten, Gewerkschaftern und interessierten Bürgern. Dieses Wochenende sollen die Debatten bei einer Konferenz im Berliner Pfefferberg ausgewertet und fortgesetzt werden. Jeder soll nach Wunsch der Veranstalter mitreden können.

Strom ist keine Ware mehr. Solarfassaden und Windräder auf dem Dach produzieren dezentral so viel Elektrizität, dass sie im Überfluss vorhanden ist und nur noch selten gehandelt wird. Umweltverschmutzende Hochseetanker wurden durch ultramoderne Seegelschiffe ersetzt. Das eigene Auto ist überflüssig geworden, weil es einen flächendeckenden und flexiblen öffentlichen Personenverkehr gibt. Ressourcenverschwendung kennen Kinder nur noch aus ihren Schulbüchern, weil Unternehmen ihren Rohstoffverbrauch bilanzieren müssen. Arbeitslosigkeit gibt es kaum noch, denn die Beschäftigten sind meisten an ihrem Betrieb beteiligt und die Arbeitszeit wurde für alle Berufstätigen verkürzt.

So könnte eine sozial-ökologische Gesellschaft im Jahr 2050 aussehen, wenn der »Plan B« der LINKEN umgesetzt wird. Er soll eine Antwort auf den »grünen Kapitalismus« sein, der die Energiewende nur mit Hilfe von Marktkräften und ohne Rücksicht auf soziale Auswirkung...


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