Das Berliner Sicherheitsdilemma

  • Von Christopher Lauer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Muster ist immer dasselbe: Im U- oder S-Bahnbereich oder in der Innenstadt geschieht eine Gewalttat und die Forderung nach mehr Videoüberwachung wird laut. Videoüberwachung, als Wundermittel der Kriminalitätsbekämpfung angepriesen, ist dabei einfach der perfide Versuch, gut ausgebildetes Sicherheitspersonal wegzurationalisieren. Auch bei der Berliner S-Bahn.

Ein Polizeibeamter kostet in Ausbildung und Beschäftigung eine Summe X. Seine Produktivität in punkto Verbrechensbekämpfung lässt sich aber ab einem gewissen Punkt nicht mehr steigern. Dennoch belasten er und seine Kollegen die ohnehin knappen Haushalte. Verführerisch gradezu sind da Überwachungskameras, die die Straftat aufzeichnen. Denn sie kosten verhältnismäßig wenig Geld. Mit Hilfe der Aufzeichnung können möglicherweise der oder die Täter ausfindig gemacht werden.

Das dies unter Umständen ein aufwendiger Prozess ist, wird gerne verschwiegen. Die Auswertung von Vide...


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