Britische Schlammschlachten

Konservative im Zwist mit der BBC

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Zweieinhalb Millionen Arbeitslose, grausame Sozialkürzungen, Ministerrücktritte und -skandälchen, ein zweistelliger Vorsprung der Labour-Opposition - es wäre Zeit für Britanniens Konservative, die Medien für sich zu nutzen. Stattdessen gibt es Streit mit der BBC.

Gegen den erhöhten Job-Schwund in Großbritannien sollten Privatkonzerne wie die bis vor Kurzem von Emma Harrison geleitete Arbeitsvermittlungsfirma A4E Abhilfe schaffen. Dafür bekam sie letztes Jahr von den Steuerzahlern umgerechnet mehr als 60 Millionen Euro - und verschaffte gerade einmal vier Prozent der von ihr Betreuten einen Job. In einem Interview des Fernsehsenders Channel 4 leugnete Harrison die Zahlen ebenso beharrlich wie unglaubwürdig. Für ihre Freunde in der Wirtschaft haben die Tories noch immer Geld. Für Kranke, Behinderte und Arbeitslose bestenfalls warme Worte.

Aber manchmal lassen Britanniens Herrscher die Maske fallen. So beschimpfte der konservative Fraktionsgeschäftsführer Andrew Mitchell den diensthabenden Polizisten vor dem Sitz des Premiers in der Downing Street und nannte den Ordnungshüter einen »Scheißplebejer«, weil er den Rad fahrenden Mitchell vor dem schmiedeeisernen Tor vom Drahtesel ab...


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