Tom Strohschneider 27.10.2012 / Kommentare

Kein Grund zum Frohlocken: zur Krise der Piraten

Doppelrücktritt im Bundesvorstand, Selbstbeschäftigung, Absturz in den Umfragen - mieser als dieser Tage standen die Piraten in ihrer so kurzen wie an Aufregern reichen Geschichte noch nicht da. Die schlappen vier Prozent, welche die Partei in der jüngsten Umfrage gerade mal erreichen, sind ein Ausdruck der Misere. Der als reine Personalkomödie durch die Gazetten galoppierende Streit in den Spitzengremien (und nicht nur dort), ist die andere Seite der Niedergangsmedaille.Einen Grund zum Frohlocken bietet die Krise der Piraten dennoch nicht. Durch die Brille der parteipolitischen Konkurrenz betrachtet mag es wie ein Vorteil erscheinen, wenn ein Mitbewerber zurückfällt. Doch was die Piraten verlieren, kommt nicht automatisch anderen Parteien zugute - und schon gar nicht automatisch den mehr oder weniger linken unter ihnen. Wer die Piraten bisher aus Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien unterstützte, wird angesichts der Farce, welche die Politfreibeuter derzeit aufführen, nicht zur Tragödie zurückkehren. Kurzum: Mit der Krise der Piraten wird die Zahl derer größer, die sich vom Politgeschäft wieder abwenden. Doch das Problem ist nicht nur eines der Integrationskraft eines parlamentarischen Betriebes, den zu kritisieren es viele Gründe gibt.

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