Pedram Shahyar 28.10.2012 / Ausland

Nach der Revolution ist Normalität immer relativ

Ich habe den Downtown von Kairo noch nie so ausgelassen und fröhlich erlebt, wie während diesem Opferfest am Eyd. Im Andenken an Abraham gibt es hier weihnachtsähnliche Feiertage, wo Lämmer oder Kamäle in der Nachbarschaft geschlachtet und an Armeen und Nachbarn verteilt werden. Die Geschäfte öffnen trotzdem am Abend im Downtown südlich vom Tahrirplatz und Jugendliche strömen in den Cafes, auf die Brücken oder in den Partyschiffen auf dem Nil. Auch die Taxifahrer sind gut drauf. „Die Revolution ist vorbei. Es war gut, aber ist vorbei", sagt der erste, „Mosri ist gut, Ägypten ist jetzt super" der zweite, „im Downtown keine Demos mehr, alles sicher" ein anderer.Dabei waren am letzten Freitag mehrere Zehntausend Menschen auf dem Tahrir, auf der ersten großen Anti-Mosro Demonstration der linken und liberalen Gruppen. Akram von der agäyptischen Linkspartei „Die Sozialistischen Volksallianz" zeigt mir voller Begeisterung die Fotos vom dem Marsch auf seinem Smartphone. Amal vom der Bewegung „6. April", eine Art Attac in Ägypten ist wie immer skeptisch: „ja, es waren viele, 30 bis 50.000. Aber das ist noch viel zu wenig, damit können wir die Machtfrage nicht stellen". Dabei hatte es noch nie eine Demonstration der säkularen Kräfte in dieser Größenordnung gegeben. In der Woche davor am 12. Oktober waren die Progressiven Gruppen auf dem Tahrir gekommen „höchstens einige Tausend, für eine kritische Beurteilung der ersten 100 Tage Mosris" wie Akram es beschreibt. Eine eigentlich sehr harmlose Mobilisierung. Doch es hatte auch Parallel eine Mobilisierung von Teilen der Muslimbrüder gegeben, um gegen den Widerstand der Justiz gegen Mosri zu demonstrieren.

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