Krankend am Vergangenen

»Look before You kuck«

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Vielleicht wird Olli Dittrich ihn in naher Zukunft einmal spielen und Heino Jaeger damit endgültig der Vergessenheit entreißen. Aber auch wenn es den angekündigten Spielfilm vielleicht nie geben wird, ist dem Maler, Satiriker, Stegreifredner und Radio-Künstler mit Gerd Kroskes mehrstimmigem Dokumentarfilm zum Universum Jaeger schon ein nachhaltiges filmisches Denkmal gesetzt. Ein Denkmal im Wortsinn: denn »Heino Jaeger - look before you kuck« ist schon wegen des Titels keine leicht verderbliche Konsumware für den Augenblick, sondern ein ebenso erhellendes wie letztlich erschütterndes Psychogramm eines Mannes und seiner Zeiten.

Zum einen der Zeit, die Jaegers Kindheitserinnerungen prägte und ihn nie wieder losließ: in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts schockierte er seine Zuhörer mit fingierten Hitler-Interviews und entlarvte österreichische Folkloreabende als krypto-faschistische Veranstaltungen,...


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