Harald Loch 01.11.2012 / Kultur

Schreiben nach Auschwitz

Jean Améry zum 100.

Er hat mit viel Glück Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt, an ein glückliches Leben danach war nicht zu denken. Hans Mayer, der sich später Jean Améry nannte, wurde am 31. Oktober 1912 in Wien als Sohn eines jüdischen Vaters und einer katholischen Mutter geboren. 1938 ist er aus Österreich nach Brüssel geflohen, kam von dort nach Frankreich, wo er als »feindlicher Ausländer« im Lager Gurs interniert wurde. Er floh, schloss sich dem belgischen Widerstand an, wurde 1943 verhaftet, ins Festungslager Breedonck verschleppt und schwer gefoltert.

In »Fiktionalisierung« von 1945 und in »Die Tortur« von 1965 verarbeitet Améry diese Erfahrung des physischen Schmerzes, bei dem die »Materie über den Geist triumphiert«. Als er als Jude erkannt wird, folgt seine Deportation nach Auschwitz. Im Juni 1944 begegnet er dort Primo Levi - eine sich zu legendärer Rivalität um die literarische Aufar...

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