Erhalten, aber nicht bezahlt?

Peer Steinbrück steht wegen Bochumer Atriumtalk weiter in der Kritik

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat nach eigenen Angaben von den Bochumer Stadtwerken ein Honorar erhalten, das die nie bezahlt haben wollen. Die Debatte um die 25 000 Euro Talk-Belohnung nimmt immer bizarrere Züge an. LINKE-Abgeordnete Sevim Dagdelen wittert Veruntreuung. Auch Bundespräsident Gauck talkte in Bochum.

Am Mittwoch klang alles noch so klar und lapidar: »Wir haben zu keiner Zeit Herrn Steinbrück irgendein Honorar gezahlt«, betonte Thomas Schönberg, Leiter der Unternehmenskommunikation der Bochumer Stadtwerke, auf Nachfrage des »nd«. Vielmehr handele es sich beim Atriumtalk des kommunalen Unternehmens um eine »Charity-Gesprächsreihe«. Man lade Gäste »mit der Maßgabe ein, den Betrag von 25 000 Euro an eine vom Talk-Gast zu benennende karitative Einrichtung zu spenden«, behauptete Schönberg. Ja, der Kommunikationschef beschied diesem Blatt gar schlampige Recherche: »Das können Sie auf der Homepage der Stadtwerke Bochum nachlesen«.

Pech nur, dass Ex-Talk-Gast Peer Steinbrück das alles anders sieht: »Eine Spende war nicht vereinbart«, ließ der Sozialdemokrat verkünden. Vielmehr habe man sich auf ein Honorar von 25 000 Euro geeinigt, das Steinbrück nach dieser Darstellung auch er- und behalten hat. Anders lautende Behauptungen seien »sch...


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