Gabi Gottwald 09.11.2012 /

Immobilienhai auf Renditejagd

Wie die Firma N. in Friedrichshain Mieter drangsaliert und ausbeutet

Begehrtes Renditeobjekt: Boxhagener Straße 26

David P. hält seine Kündigung in den Händen. Seit mehr als acht Jahren wohnt er in der Boxhagener Straße 26. Nun soll er bis zum Jahresende ausziehen. Die Kündigung ist dreist, der vermeintliche Kündigungsgrund bemerkenswert. So teilt ihm Martin G., der Anwalt der N.-Grundbesitzgesellschaft aus Leipzig, mit, dass er ausziehen müsse, da sich sonst die Renditeerwartung der vermeintlichen Neueigentümerin nicht erfüllen werde.

Es folgen detaillierte Angaben. N. müsse insgesamt fünf Millionen Euro aufbringen und habe dazu einen Kredit aufgenommen. Es würden umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen vorgenommen, für die noch eine Baugenehmigung beantragt werde. Geplant sind u.a. 25 Hotelzimmer, die einen Ertrag von 23 Euro pro Quadratmeter brächten; 18 Wohnungen mit einem Ertrag von 19 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt lasse sich so die Gesamtmiete verzehnfachen auf 632 087,64 Euro jährlich.

N. habe bereits einen Mietvorvertrag mit der XII Apostel Berlin GmbH geschlossen. »Der Mietvertrag mit der XII Apostel Berlin GmbH kommt nur zustande, wenn diese das gesamte Gebäude mieten kann. Das Wirksamwerden des Mietvertrages ist für unsere Mandantin die einzige Chance, das Objekt Gewinn bringend zu bewirtschaften,« so Anwalt G.

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