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Ein britisches Denkmal gerät ins Wanken

Missbrauchsskandal bei der BBC spielt dem Medienimperium Rupert Murdochs in die Hände

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In der altehrwürdigen British Broadcasting Corporation (BBC) kriselt es. Zunächst erschütterte der Missbrauchskandal um den im vergangenen Jahr verstorbenen Star-Moderator Jimmy Savile den altehrwürdigen Sender. Am Samstag nahm George Entwistle, erst seit sieben Wochen Generaldirektor (Intendant) des öffentlich-rechtlichen Senders, den Hut.

Der neuerlichen Eskalation waren zwei journalistische Fehlentscheidungen der spätabendlichen Nachrichtensendung »Newsnight« vorausgegangen. Statt die Vergangenheit des seit einem Jahr toten BBC-DJ Jimmy Savile in einer kritischen Sendung aufzuklären - Savile gilt jetzt als einer der schlimmsten Kinderschänder der 1970er und 1980er Jahre -, wurde der geplante Beitrag gestrichen, erst der Kommerzsender ITV brachte Licht in Saviles Machenschaften.

Nachdem sie in einem Fall der Pädophilie einen Täter allzu sanft angefasst hatte, verfiel »Newsnight« ins andere Extrem, sendete die Vorwürfe eines damals vergewaltigten Jugendlichen, Steve Messham, gegen einen ungenannten, »prominenten konservativen Gehilfen von Margaret Thatcher«. Erstes Problem: Der angebliche Missetäter und damalige Tory-Schatzmeister, Lord Alistair McAlpine, wurde im Internet schnell identifizier...


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