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»Selbstversuch« in Afghanistan

Die schöne Show von Sicherheit: Verteidigungsminister de Maizière flog mit Airbus nach Masar-i-Scharif

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist am Montag zu einem zweitägigen Besuch in Afghanistan gelandet. Er nutzte erstmals einen nicht-militärischen Airbus der Flugbereitschaft zum Direktflug nach Masar-i-Scharif. Die stabile Sicherheitslage habe dies ermöglicht.

Die Landung mit dem Regierungs-Airbus ist eine Show! Bisher waren deutsche Regierungsmitglieder auf dem Weg nach Afghanistan stets im usbekischen Termes in Transall-Militärmaschinen umgestiegen. Nun sollte per sechsstündigem Direktflug aus Berlin demonstriert werden: Schaut her, wie sicher es ist in Afghanistan ... Wir haben einen guten Job gemacht, können uns zurückziehen.

Man hat dafür sogar den letzten alten Interflug-A 310 (DDR-ABA), der von der Flugbereitschaft der Bundeswehr übernommen worden ist, als Ministersänfte ausgewählt. Der Maschine fehlen jegliche Schutz- und Abwehrvorrichtungen gegen Raketen, die in den jüngsten Regierungsflugzeugen natürlich installiert sind.

Doch der »Selbstversuch« des Ministers hatte berechenbare Grundlagen. Die wichtigsten heißen Mohammed Atta und Raschid Dostum. Der Tadshiken- und der Usbekenführer beherrschen gemeinsam die weite Umgebung von Masar-i-Scharif. Beide haben beste Beziehungen ...


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