Sonja Erkens 14.11.2012 / Bewegung

Deutsches Indymedia vor dem Aus

Weil sich zu wenige Menschen engagieren, droht die Stilllegung des alternativen Nachrichtenportals

Informationen schnell, einfach und jenseits von etablierten Medien und jeglicher Zensur verbreiten. Das ist das Ziel des 1999 gegründeten weltweiten Indymedia-Netzwerkes. Doch hierzulande läuft es gar nicht gut.

»Liebe Mainstreammedien: Sandy hat auch uns geschadet. Mit freundlichen Grüßen, Kuba.« Das Banner, das im November dieses Jahres auf dem Onlineportal Indymedia zu sehen ist, spricht Bände über die aktuelle Medienlage: Während es in Tageszeitungen maßgeblich darum geht, wie hoch der Meeresspiegel an der US-Küste ist und welche Auswirkungen das auf die Aktienkurse an der Wall Street hat, kommt die Berichterstattung über die ebenfalls betroffenen Karibikinseln zu kurz. Eine Ausnahme bildet Indymedia, laut Selbstbeschreibung ein »emanzipatorisches, unabhängiges Mediennetzwerk ohne kommerzielle Interessen«.Die Plattform, auf der andere als nur die vorherrschenden Perspektiven Raum finden, gibt es seit November 1999: Im Rahmen der Proteste gegen die World Trade Organisation (WTO) nahmen die ersten Aktiven im US-amerikanischen Seattle den »Kampf um die Nachrichten« auf. Mit dem Mittel des »OpenPosting« sollten aus MedienkonsumentInnen MedienmacherInnen werden. Dabei bedeutet OpenPosting, dass die Beiträge zu politischen und sozialen Themen weder inhaltlich überprüft noch redaktionell überarbeitet werden.

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