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Das Geheimnis des Mondbaumes

Bei Holferts im Tharandter Wald werden Weihnachtsfichten in einer ganz bestimmten Nacht geschlagen

  • Von Harald Lachmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Forstingenieur Stephan Holfert bewirtschaftet im Tharandter Wald eine etwas geheimnisumwitterte Weihnachtsbaumplantage. Die ersten Blaufichten schneidet er stets schon drei Tage vor dem elften Vollmond. Sie nadeln dann später, sagt er.

Der nächste Vollmond leuchtet über Sachsen am 28. November. Also wird Stephan Holfert drei Tage zuvor in seinem Blaufichten- dickicht die ersten Weihnachtsbäume der Saison schneiden. Indes, so betont er, dürfe er die Säge erst nach Sonnenuntergang ansetzen, schließlich gehe es ja um Mondbäume. So nenne sich das, was wieder eine ganze Reihe Kunden bei ihm vorbestellt hätten. »Die Bäume behalten dann acht Wochen lang ihre Nadeln - aber nur, wenn sie drei Tage vorm elften Vollmond geschlagen wurden«, so der 31-Jährige.

Nadeln noch im Februar

Holfert ist diplomierter Forstwirt, mit Aberglauben hat er nichts am breitkrempigen Försterhut. Dennoch weiß er, dass irgendetwas dran sein muss an der Rolle, die dem Mond beim Wachstum von Pflanzen unterstellt wird.

Wissenschaftlich bewiesen sei es nicht, sagt Holfert. Doch steckten hinter dem »Mondkalender« letztlich jahrhundertealte Beobachtungen von Förstern und Landwirten. So lasse sich a...


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