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Polizei in Hoyerswerda rät Nazi-Gegnern zur Flucht

Hoyerswerda (dpa/nd). Ein fragwürdiger Rat der Polizei sorgt für Aufsehen in der ostsächsischen Kleinstadt Hoyerswerda. Dort flüchtete ein junges Paar in eine geheime Unterkunft, nachdem es von 15 mutmaßlichen Neonazis bedroht worden war. Den Opfern sei von der Polizei empfohlen worden, die Stadt zu verlassen, weil man ihre Sicherheit nicht gewährleisten könne, heißt es in einem am Mittwochabend ausgestrahlten Bericht des MDR-Magazins »Exakt«.

»Es ist einfacher, zwei Personen von einem Ort zu einem anderen sicheren Ort zu verbringen, als 30 Personen zu bewachen oder permanent fünf Funkstreifen vor ein Haus zu stellen«, begründete der Sprecher der zuständigen Polizeidirektion das Handeln in dem Bericht. Die Grünen im Landtag kündigten daraufhin an, die Staatsregierung zu dem Vorfall zu befragen. Scharfe Kritik am Verhalten der Polizei kam auch aus den eigenen Reihen. »Es kann nicht sein, dass man Leuten, die in Gefahr sind, die bedroht werden, als Ultima Ratio anbietet, die Stadt zu verlassen«, sagte der Leipziger Polizeipräsident und designierte Koordinator gegen Rechtsextremismus in Sachsen, Bernd Merbitz, dem Sender.

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