Was macht die Spreewaldgurke in Salzburg?

Der »Walk of Modern Art« - eine zeitgenössische Art, sich Mozarts Geburtsstadt zu nähern

  • Von Heidi Diehl
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Christian Boltanski, »Vanitas«

Mit Heimatgefühlen ist das so eine Sache, sie können überall auftreten. Mitunter ziemlich unverhofft, bei einem Bummel durch Salzburg beispielsweise, wo einem eher Mozartkugeln und Salzburger Nockerln in den Sinn kommen. Doch plötzlich stehst du vor einer Gurke, nein, vor fünf Gurken, die mannshoch geradezu aus dem Asphalt zu wachsen scheinen. Was fällt einem Brandenburger da wohl ein? Der Spreewald natürlich! Man schmeckt sie fast, die köstliche Gewürzgurke, die Heimat.

Wahrscheinlich würde dem österreichischen Künstler Erwin Wurm eine solche Interpretation gefallen, obwohl der in Wien lebende Meister des hintergründigen wie skurrilen Humors ganz bestimmt nicht ans »Vaterland der sauren Gurke« dachte, als er seine fünf Prachtexemplare schuf, die seit knapp einem Jahr d i e Attraktion im Furtwänglerpark mitten im Zentrum der Salzburger Festspielstätten sind. Vielmehr wollte er zeigen, dass jeder noch so banale Gegenstand zum Kunstob...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.