Konzernkritik unerwünscht?

MEDIENzensur: Entwicklungsministerium redigiert mit

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Entwicklungsministerium bezuschusst von jeher Fachpublikationen. Nun werden die Gelder verstärkt an redaktionelle Bedingungen geknüpft. Stein des Anstoßes ist die Zeitschrift »Südlink« des kirchlichen Inkota-Netzwerks. Zwei Seiten des Septemberheftes blieben weiß - eine unmissverständliche Anspielung auf klassische Zeitungszensur. Auf den beiden Seiten erscheinen sollte ursprünglich ein Artikel über das sogenannte Greenwashing von Unternehmen, die versuchen, sich über PR-Kampagnen unberechtigterweise ein ökologisches und soziales Image zu verleihen. Auf den konzernkritischen Text musste die Leserschaft dennoch nicht verzichten: Die »Südlink«-Redaktion druckte ihn auf eigene Kosten und legte die beiden Seiten dem Heft bei. Formell war die Forderung damit erfüllt. Doch der Eklat war da. Unter der Hand wird von einer schwarzen Liste unliebsamer Publikationen im BMZ berichtet. Do...


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