Asbestverbot verschoben

Oberstes Gericht Brasiliens vertagt sich

  • Von Norbert Suchanek, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bereits seit über dreißig Jahren wissen Medizin und Wissenschaft um die Gesundheits- und Umweltschädlichkeit von Asbest und Asbestprodukten wie Eternit. In Brasilien lässt ein Verbot dennoch auf sich warten.

Anfang des Jahres verurteilte die italienische Justiz die Ex-Besitzer des Eternit-Konzerns, den Belgier Jean-Louis de Cartier de Marchienne und den Schweizer Stephan Schmidheiny, zu 16 Jahren Gefängnis und 100 Millionen Euro Entschädigungszahlungen. Die Asbestlobby in Brasilien, wo bis heute das krebserregende Mineral abgebaut und im großen Stil verarbeitet wird, verharmlost die Risiken dennoch bis heute. Ende Oktober sollte der Oberste Gerichtshof in Brasilia erstmals über ein bundesweites Asbestverbot entscheiden. Doch weil zwei der notwendigen acht Bundesrichter der Abstimmung fern blieben, wurde die Entscheidung vertagt.

Asbest ist hochgradig gesundheitsschädlich und in 66 Staaten verboten. Brasilien ist neben Kanada einer der letzten großen Exporteure dieses Minerals. Brasiliens Asbestmine Canabrava bei Minaçú im zentralbrasilianischen Bundesstaat Goiás produziert jährlich 300 000 Tonnen der krebserregenden Faser. Etwa die Hälf...

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