Schäuble verscherbelt TLG

Hamburger TAG-Konzern erhält Zuschlag für staatseigene Wohnungen

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

471 Millionen Euro kriegt der Bund für den Verkauf der TLG. Die LINKE und der Mieterbund warnen vor den Folgen für die Mieter.

Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Gestern gab das Bundesfinanzministerium bekannt, dass die rund 11 300 Wohnungen des staatlichen Immobilienunternehmens TLG an die Hamburger TAG Immobilien AG verkauft werden sollen. Ihr Preis beträgt 471 Millionen Euro. Bereits im Juli war die von der LINKEN initiierte Wohnungsgenossenschaft FAIRWOHNEN vom Bieterverfahren ausgeschlossen worden.

Die ostdeutsche TLG ging 1991 als Immobilienunternehmen aus der Treuhandgesellschaft hervor. Sie entwickelte sich nach Umstrukturierungen zu einem profitablen Unternehmen, das seit 2002 durchgängig Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe machte. Letztes Jahr betrug ihr Überschuss 18 Millionen Euro. Trotzdem wollte das Finanzministerium das Immobilienunternehmen privatisieren, weil »kein wichtiges Bundesinteresse« bestehe. Dafür spaltete es die Wohnungen zum 1. Januar 2012 auf eine eigens gegründete GmbH,...


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