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Gegen die Todesstrafe

Olaf Standke zur Rolle der Todesstrafe in der Welt

Erstmals seit der Machtübernahme durch eine Zivilregierung vor über vier Jahren ist jetzt in Pakistan wieder ein Mensch hingerichtet worden. Ein anderer Pakistani wurde fast zeitgleich in Saudi-Arabien wegen Heroinschmuggels enthauptet. In den USA starb am Tag der Präsidentenwahl der 56-jährige Garry Thomas durch eine Giftspritze. In Vietnam dagegen ist seit einem Jahr kein Häftling mehr exekutiert worden, weil das Gift fehlt. Dort sitzen in den Todeszellen inzwischen über 500 Häftlinge. Fast täglich finden sich Meldungen über das staatlich sanktionierte Töten. Und doch sieht sich die Koalition gegen die Todesstrafe nach zehn Jahren Kampagnenarbeit auf einem guten Weg.

Die Zahl der Länder, die die Strafe nicht mehr anwenden, sei von 80 auf 140 gestiegen. Und selbst in China, wo nach wie vor die meisten Menschen hingerichtet werden, ist die Exekution zumindest für 13 Straftaten abgeschafft worden. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im jüngsten Votum im Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung wider. Hier stimmte jetzt eine Rekordzahl von Mitgliedern für eine Resolution, die die weltweite Abschaffung der Todesstrafe zum Ziel hat. Rechtlich bindend sind Beschlüsse der Generalversammlung zwar nicht, aber sie erhöhen den Druck auch auf all jene, deren Menschenrechtsverständnis bei der Giftspritze endet.

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