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Hautfarbe als Stigma

Petition gegen umstrittene ethnische Kontrollen in den Bundestag eingereicht

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Tagtäglich werden Menschen von Polizisten aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres fremden Aussehens kontrolliert. Ein Gerichtsurteil im Oktober hat dies für unzulässig erklärt. Nun soll eine öffentliche Petition Druck auf die Bundespolitik ausüben, damit diese Stigmatisierungen aufhören.

Glaubt man Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), dann gehören Polizeikontrollen für Menschen, die hierzulande fremd aussehen, zum Alltag. Sie müssten es über sich ergehen lassen, wenn Beamte sie jederzeit in der Öffentlichkeit kontrollieren. Das Bundespolizeigesetz erlaubt diese Praxis. Damit soll eine »unerlaubte Einreise von Ausländern« verhindert werden, heißt es.

Unmut darüber gibt es schon lange bei den Betroffenen. Jetzt hat die ISD zusammen mit dem Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG) eine Petition im Deutschen Bundestag eingereicht. »Wir wollen eine Diskussion anstoßen«, sagte Della gestern bei der öffentlichen Vorstellung der Petition. Er wünscht sich, dass Deutschland zu seinen Einwanderern steht, die teilweise bereits seit Generationen hier leben.

Innerhalb der nächsten vier Wochen müssen 50 000 Unterschriften gesammelt werden, dann beschäftigt sich die Bundespolitik ...


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