Der Drang nach Osten

Die Ausdehnung der NATO hat die sicherheitspolitische Landkarte zur Sorge Russlands verändert

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Heute vor zehn Jahren beschloss die NATO in Prag die größte Osterweiterung ihrer Geschichte. Sie trübt weiter die Beziehungen zu Russland.

In der NATO wird in diesen Tagen die Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei vorbereitet, im Namen der Bündnissolidarität mit einem angeblich bedrohten Mitgliedsland. Auch wenn Artikel 5 des NATO-Vertrages jetzt nicht aufgerufen werden sollte, die dort verankerte kollektive militärische Beistandspflicht war es vor allem, die die ehemaligen Staaten des Warschauer Vertrages und einstige Sowjetrepubliken nach dem Ende der sozialistischen Staatengemeinschaft unter den Schirm des nun mächtigsten Militärbündnisses streben ließ. Nachdem schon im Februar 1999 Polen, Tschechien und Ungarn aufgenommen worden waren, folgten nun Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänen, die Slowakei und Slowenien. 2009 kamen Albanien und Kroatien hinzu, so dass die NATO heute 28 Mitgliedstaaten zählt.

Die heute vor zehn Jahren in Prag beschlossene größte Osterweiterung des Nordatlantik-Paktes hat die Allianz nachhaltig verändert, und diese im Pakt...


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