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»Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich«, hat der Physiker Heisenberg einmal gesagt. Zum Beispiel vor dem Landgericht Aachen, wo sich jetzt ein vermeintlich toter Serienbetrüger verantworten musste, der einen gefälschten Totenschein fabrizierte, um einer echten Haftstrafe zu entgehen. Zudem ließ er seine erfundene Ehefrau sterben, um an Geld zu gelangen. Aufgeflogen war der Mann, als er für ein fiktives und bei einem imaginären Unfall verletztes Mädchen echtes Geld von der Versicherung kassieren wollte. Denkbar ist freilich auch, dass es sich bei der Assekuranz in Wahrheit um eine Bestattungsfirma handelt, die Identitäten von Verstorbenen an lebende Serienbetrüger vermittelt, welche damit die Illusion einer Wirklichkeit aufrecht erhalten, von der kein Aachener Richter etwas weiß. Wenn es sich bei dem Gericht nicht ohnehin um eine Erfindung des Gauners handelt, der sich bloß Prozesskostenhilfe erschleichen wollte. Heisenberg, übernehmen Sie! tos

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