Gegenwind für Cristina Kirchner

Argentiniens Präsidentin sieht sich zum ersten Mal mit einem Generalstreik konfrontiert

  • Von Jürgen Vogt, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit einem Generalstreik haben die beiden großen argentinischen Gewerkschaften von der Regierung eine Steuersenkung gefordert. Präsidentin Cristina Kirchner will sich dadurch nicht beeindrucken lassen.

Das hatte Argentinien seit 2003 nicht mehr erlebt: Am Dienstag fand der erste Generalstreik der Kirchner-Ära statt. Erstmals riefen die beiden wichtigsten Gewerkschaftsdachverbände des Landes gemeinsam zum Streik auf: die CGT und der CTA. Dazu gesellten zwei der wichtigsten Agrarverbände, die auf dem Land ihre Mitglieder zu Protesten aufriefen.

Während der Ausstand landesweit spürbar war, entfaltete er seine größte Wirkung in der Hauptstadt Buenos Aires. Bereits am frühen Morgen blockierten streikende Arbeiter und Arbeitslose die wichtigsten Zufahrtstraßen nach Buenos Aires. Vielerorts kam der Zugverkehr wegen Schienenblockaden zum Erliegen. In den staatlichen Krankenhäusern wurden Notdienste eingerichtet, in zahlreichen Schulen fiel der Unterricht aus. Banken und Tankstellen blieben geschlossen, am Stadtflughafen wurden alle Inlandsflüge gestrichen. Kundgebungen fanden keine statt. Die Ruhe und der wenige Verkehr in der Hauptstadt e...


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