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Die Entdeckung des apostolischen Sekretärs

Stephen Greenblatt erzählt, wie die Renaissance begann

  • Von Marion Dammaschke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Umberto Ecos Roman »Der Name der Rose« und seine Verfilmung machten vor Jahren Furore. In ihnen wird beschrieben, welche Rolle Klöster mit ihren Bücher- und Schriftsammlungen für die Überlieferung antiker Quellentexte spielten. Das Verdienst der Humanisten - Kleriker wie Laien - ist es, dieses Wissen wiederentdeckt und im geistigen und kulturellen Leben der Neuzeit reanimiert zu haben. Humanisten brachen von Italien auf, um auch nördlich der Alpen die Gunst der Äbte und Bibliothekare von Klöstern zu gewinnen, damit sie ihnen die Türen zu deren Buchschätzen öffnen.

Auf dieser Suche war der apostolische Sekretär, Bibliomane und Textkopist Giovanni Francesco Poggio Bracciolini (1380 - 1459) besonders erfolgreich. So gelang es ihm, das wohl letzte vollständig erhaltene Exemplar von Lukrez‘ Lehrgedicht »De rerum natura« - vielleicht in einem Kloster in Fulda - aufzustöbern, zu kopieren und für die Nachwelt zugänglich zu machen. Wie es z...


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