Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Die Wissenschaft vom Protest

Soziale Bewegungen werden immer wichtiger. Ein neues Institut widmet sich ihrer systematischen Erforschung

  • Von Peter Ullrich
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Wir leben in einer »Bewegungsgesellschaft«. Was die US-amerikanischen Protestforscher David Meyer und Sidney Tarrow bereits in den 1990er Jahren feststellten, trifft wohl spätestens seit 2010 auch für die Bundesrepublik zu - zumindest, wenn man die mediale Präsenz von Protest als Gradmesser nimmt. Mit dem »Wutbürger« schien hierzulande ein gänzlich neues Phänomen entdeckt. Stuttgart 21, der Arabische Frühling, die Krisenproteste in Südeuropa und viele andere Bewegungen bestimmten und bestimmen Abendnachrichten und Polittalkshows. Der Occupy-Bewegung widmeten verschiedene große Medien anlässlich ihres ersten Geburtstages im September 2012 Aufmacher - obwohl Occupy mittlerweile fast komplett verschwunden ist. Ein erstaunliches Phänomen.

Wir leben aber auch in einer »Wissensgesellschaft«. Gemeint ist damit die relativ hohe Bedeutung von Wissen, also einem immateriellen Gut, als Produktivkraft. Gemeint ist damit auch, dass wir immer me...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.