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Bildungshaus »Amadeu Antonio«

Eberswalde (dpa). Nach langem Hin und Her haben sich die Stadtverordneten von Eberswalde am Donnerstagabend auf das Gedenken an den ermordeten Angolaner Amadeu Antonio geeinigt. Eine Mehrheit stimmte einem fraktionsübergreifenden Konzept zu, sagte ein Sprecher der Stadt. Danach soll das Bürgerbildungshaus nach Antonio benannt und eine Gedenktafel umgestaltet werden. Zudem werde ein Preis für bürgerschaftliches Engagement nach dem Mordopfer benannt. 20 Abgeordnete stimmten dem Konzept zu, sechs votierten dagegen und sechs enthielten sich der Stimme.

Rechte Schläger hatten den 28-jährigen früheren DDR-Vertragsarbeiter Amadeu Antonio 1990 so stark misshandelt, dass er kurze Zeit später an seinen schweren Verletzungen starb. Er gilt als eines der ersten Opfer rechter Gewalt in Ostdeutschland nach der Wende. Seit Monaten wird in der Stadt Eberswalde darüber gestritten, ob eine zentrale Straße den Namen Antonios tragen soll. Dies lehnte die Stadtverordneten aber ab.

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