Florian Schmid 28.11.2012 / Bewegung

Das stille Vordringen des Alltäglichen

Der Soziologe Asef Bayat hat eines der lesenswertesten Bücher über die Protestbewegungen im Nahen Osten verfasst

Die Menschen in Tunesien oder Ägypten, die sich gegen ihre Obrigkeit auflehnten, gehörten keiner politischen Organisation an. Sie sind illegale Straßenhändler, zapfen Stromleitungen an, bauen Häuser auf städtischen Brachen. Asef Bayat beschreibt in seinem Buch, wie normale Leute den Nahen Osten veränderten.

Als sich der junge tunesische Händler Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 aus Protest gegen die autoritäre Obrigkeit selbst anzündete, konnte niemand absehen, dass sich innerhalb kurzer Zeit eine ganze Welle von Aufständen im Nahen Osten ereignen würde. Einen Monat brauchten die Tunesier, um Präsident Ben Ali aus dem Amt zu jagen, achtzehn Tage die Ägypter, um Mubarak zu stürzen. Woher kam dieser plötzliche Ausbruch politischer Handlungsmacht, die ohne erkennbare Organisation und Führung die gesellschaftlichen Verhältnisse in mehreren autoritär geführten Ländern ins Wanken brachte? Dieser Frage geht der Soziologe Asef Bayat in seinem Buch »Leben als Politik - wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern« nach. Darin schlüsselt er die sozialen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen auf, die den revolutionären Erhebungen vorangingen.

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