Testurteil: Mangelhafte Zulassung

Akkreditierung von Studiengängen soll Mindeststandards sicherstellen/ Länder setzen Verfahren unterschiedlich um

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Über die Zulassung von Studiengängen entscheidet in Deutschland eine Handvoll privater Agenturen. Eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist nicht in jedem Fall gewährleistet.

Im Frühjahr sorgte eine Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) für Aufregung, wonach jeder Dritte Bacheloranfänger sein Studium abbricht. Während die Quote an Fachhochschulen bei 19 Prozent liegt, beenden 35 Prozent der angehenden Akademiker ihr Studium an einer Universität unfreiwillig vorzeitig. Für die Autoren der HIS-Studie sind die Gründe für den häufigen Abbruch klar: Viele Studiengänge im Bachelorsystem wurden von den Professoren mit zu viel Inhalt überladen. Häufig wurden die alten fünfjährigen Diplom- und Magisterabschlüsse einfach in den dreijährigen Bachelor gequetscht, ohne größere Abstriche bei Umfang des Lernstoffes zu machen.

Zehn Jahre nach der Umsetzung der Bolognabeschlüsse müsste bei den Verantwortlichen Verwunderung über die HIS-Zahlen herrschen. Immerhin wurde mit der Einführung so genannter Akkreditierungsagenturen ein System eingeführt, dass die Abbrecherquote hätte deutlich senken sollen. An Stelle de...


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