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Mineralöl nicht nur im Weihnachtskalender

Berlin (nd). Einer Studie des Bundesverbraucherministeriums zufolge sind die Gesundheitsgefahren durch Lebensmittelverpackungen aus Altpapier weitaus größer als bisher bekannt, erklärte die Verbraucherorganisation foodwatch gestern in Berlin. Bundesministerin Ilse Aigner verschweige der Öffentlichkeit die Ergebnisse des von ihr selbst initiierten, bereits vor sechs Monaten abgeschlossenen Forschungsprojekts über Schadstoffe in Recyclingkartons. Die vom Ministerium beauftragten Wissenschaftler stellten hohe Mengen krebsverdächtiger Mineralölbestandteile, wie sie die Stiftung Warentest in Schokolade aus Adventskalendern gemessen hatte, auch in vielen anderen Lebensmitteln fest - unter anderem in Reis, Gries, Backmischungen oder Frühstückscerealien. Neben Mineralöl könne zudem eine »enorme Zahl« anderer, potenziell gefährlicher Stoffe aus dem Recyclingpapier auf die Produkte übergehen, heißt es in der Aigner-Studie. Die Forscher identifizierten mehr als 250 Substanzen, die aus Kartons in Lebensmittel übergehen können, darunter krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Klebstoffe, Weichmacher und Photoinitiatoren. Der 204 Seiten umfassende Abschlussbericht sei nur auf einer versteckten Internetseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung publiziert, in der Reaktion auf den Adventskalender-Test der Stiftung Warentest ging die Ministerin nicht auf die alarmierenden Ergebnisse ihrer eigenen Untersuchung ein, so die Verbraucherorganisation.

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