Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Göttlich komische Flossen

Junges Figurentheater in der Schaubude / Klassiker im Dezember

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um gekonnt eine Schwimmflosse zum Reden zu bringen, muss man schon Puppenspielkünstler sein. Oder Gott. Am besten beides. Veronika Thieme unterzieht sich dieser Doppelanstrengung. Schwarz gekleidet, mit grau gelockter Perücke, bleibt sie Frau und wird sie Gott. Mit großen, auf den Boden klatschenden Schwimmflossen kommt sie auf die Bühne, rückt sich meckernd Tisch und Stuhl zurecht. »Allet muss man selba machen!«.

Ja, echt berlinisch, denn Gott wohnt hier in der Stadt. Früher Choriner Straße 63, dann 61 oder umgekehrt. Jedenfalls war Gott gerade bei einem Workshop »Schöpfen leicht jemacht«. Sie sagt: »War nüscht!« Also macht sie lieber so weiter wie bisher, auch wenn es schwer ist. Denn sind sie erst einmal geschöpft, werden die Geschöpfe plötzlich selbst schöpferisch und vertreten eine eigene Meinung, widersprechen, stellen eigene Theorien auf. Himmel!

»Zwiegespräche mit Gott« sind Arne Seidels Erfindung. Der Berliner Schriftst...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.