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Für Riad werden alle Augen zugedrückt

Bei seinem besten Waffenkunden in Nahost vergisst Deutschland alle demokratischen Standards

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Seit Beginn des »Arabischen Frühlings« ist es um Saudi-Arabien auffällig still geworden. Nur wenn es um neue Waffenlieferungen aus Deutschland an das Königreich am Golf geht, um »Leopard« oder »Boxer«, machen die Saudis Schlagzeilen.

Bei so enger Waffenbrüderschaft sieht man in Deutschland offenbar darüber hinweg, wie repressiv es bei den »Hütern der heiligen Stätten von Mekka und Medina«, dem saudischen Königshaus zugeht. Nicht nur christliche Gotteshäuser sind in dem von dogmatischen Wahhabiten kontrollierten Saudi-Arabien verboten, selbst das Abhalten eines Gottesdienstes in der eigenen Wohnung kann zum Verhängnis werden. Demonstrationen oder »soziale Unruhen« sind illegal und können mit dem Tode bestraft werden. Dafür sorgte erst im März der saudische Religionsrat mit einer entsprechenden Fatwa, einem religiösen Richterspruch.

Die Liste mittelalterlich anmutender Restriktionen ist aber noch wesentlich länger. So gibt es Frauenrechte nur im Rahmen der »religiösen Tradition«. Um Arbeit zu finden oder zu reisen, bedürfen Frauen der Genehmigung des »männlichen Beistands«, Autofahren ist ihnen nicht erlaubt. Selbst das Wahlrecht wurde Frauen erst kürzlich ...


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