Mit dem Schlafsack ins Starbucks

Britische Aktivisten nehmen die US-amerikanische Kaffeehauskette wegen Steuervermeidung ins Visier

Am Sonnabend bekommen in Britannien zahlreiche Starbucks-Filialen unerwünschten Besuch: Die Flashmob-Initiative UK Uncut ist wieder unterwegs. Und ramponiert womöglich das Image des US-Konzerns. Der ist wegen seiner Steuervermeidungspraktiken auch beim britischen Finanzministerium in Ungnade gefallen.

Sie treffen sich in Stadtzentren, Einkaufsstraßen und auf Plätzen. Sie haben Flugblätter dabei, kennen ihre Rechte, sind über das Ziel ihrer Aktion informiert und kommen in guter Begleitung. Und sie werden fast überall sein: in Liverpool, Cardiff, Bristol, Sheffield, Glasgow und über zwei Dutzend weiteren Städten, London inklusive. »Das Vorgehen ist einfach. Wir gehen rein, informieren die Beschäftigten über den Zweck unseres Tuns, klären die Konsumenten darüber auf, bei wem sie gerade einkaufen, und halten den Laden für ein paar Stunden besetzt.«

Molly Solomons freut sich auf die Aktion, die seit Wochen angekündigt ist und via Facebook und Twitter immer höhere Wellen schlägt.Die 26-jährige Angestellte eines Londoner Think Tanks ist Mitglied von UK Uncut, einer basisdemokratisch organisierten Flashmob-Gruppe, und kann sich noch gut an die Anfänge erinnern. Es begann im Oktober 2010, die britische Regierung hatte gerade die ersten Ei...

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