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Fischer beim Debüt 28871.

Rekord-Olympionikin lief New-York-Marathon

  • Von Jürgen Holz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Als Birgit Fischer vorige Woche vor dem Trip zu ihrer Marathon-Premiere in New York gefragt wurde, ob sie denn nichts Besseres zu tun hätte, als 42,195 km zu laufen, meinte die 43-jährige deutsche Rekord-Olympionikin: »Ich habe durchaus jede Menge zu tun. Mein Haus am Brandenburger Beetzsee wird gerade verputzt, zudem schreibe ich an meinem ersten Buch, und im Garten müsste einiges getan werden, um ihn sozusagen winterfest zu machen. Aber mich reizt der Marathon in New York aus zweierlei Gründen: Zum einen ist es die Herausforderung als Ausdauersportlerin. Zum anderen leide ich seit anderthalb Jahren an Asthma. Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema. Und mit meinem Marathon-Debüt in New York will ich deutlich machen, dass Ausdauersport und Asthma durchaus vereinbar sind.« Die achtmalige Kanurennsport-Olympiasiegerin und 27fache Weltmeisterin, die wegen Problemen am rechten Knie vor dem Marathon behandelt wurde, aber schließlich von ihrem Arzt »grünes Licht« erhielt, wollte um die fünf Stunden laufen. »Aber die Zeit war mir eigentlich völlig egal. Ich wollte vor allem mit meiner Gruppe das Ziel erreichen. Unbedingt ankommen also und auf keinen Fall vorher aufgeben.« Bei der erwähnten Gruppe handelte es sich um 14 Astmathiker aus Deutschland, die - unterstützt von Fischers Sponsor - im Rahmen einer speziellen Aktion beim New-York-Marathon sozusagen die aufklärende Botschaft von Asthma und Sport verbreiten wollten. Birgit Fischer erreichte das Ziel nach 5:12:05 h und belegte damit Platz 28871. Insgesamt waren rund 37000 Teilnehmer am Start. Die erfolgreichste Rennkanutin der Welt redet inzwischen nicht nur von ihrer »Vision« mit der siebenten Olympia-Teilnahme 2008 in Peking, sondern auch von weiteren sportlichen Abenteuern: Im Januar 2006, so verriet sie, will sie in Alaska einen Zehnkampf auf Eis und Schnee bestreiten. »Dabei fahre ich mit einem Kajak einen Berg runter, nehme am Hundeschlittenrennen teil und laufe den Halbmarathon«, schildert sie das Spektakel. »Und im März plane ich meinen Start beim traditionellen Wasa-Lauf über 90 km auf Skiern.« Verrückt war diese Frau schon immer... An der Spitze des 36. New-York-Marathons lief bei den Männern der Weltrekordler und fünffache CrossWeltmeister Paul Tergat (Kenia) zu einem historischen Zittersieg. Mit 2:09:30 h war der 36-jährige Olympiazweite von Sydney 2000 über 10000 m exakt 32 Hundertstelsekunden schneller als der Südafrikaner Hendrik Ramaala. Offiziell wurde ein Rückstand von einer Sekunde angegeben - der knappste Vorsprung in der Geschichte dieses Spektakels. Die höchste Siegprämie in der Marathon-Geschichte kassierte aber nicht Tergat (er erhielt 100000 Dollar), sondern die Frauen-Siegerin, die Lettin Jelena Prokopcuka, die nach 2:24:41 h ins Ziel kam und 160000 Dollar einstrich. Sie verwies Susa...

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