Ellen Brombacher 08.12.2012 / Debatte

Ein Tabu würde fallen

Zur Debatte um eine kommentierte Ausgabe von Hitlers Hetzschrift »Mein Kampf« - im Schulunterricht

Im Prozess gegen den schließlich freigesprochenen »Jud Süß«-Regisseur Veit Harlan war die Rede von KZ-Wachmannschaften, die - unmittelbar nach Vorführung des Hetzfilms - in die Judenbaracken eilten und mordeten. Wird irgendwann jemand fordern, man möge Schülern den Film zeigen, damit sie sich vorstellen können, was die SS-Bestien stimulierte? Könnte ein Film, der eine ganze Generation verhetzt hat, heute eine primär aufklärende Wirkung haben? Weil in diesem Land jeglicher faschistischer Bodensatz getilgt ist und keinerlei Zufuhr an rechtem »Gedankengut« erfolgt? Wohl kaum.

Durch Filme wie »Der Untergang« oder jüngst »Rommel«, durch ungezählte, nicht nur die Wehrmacht mit Respekt behandelnde Bücher und Landser-Hefte, durch Biografien von Nazi-Größen und mittels der die Fernsehkanäle überschwemmenden Knopp-Doku-Serien hat sich ein Faschismusbild herausgebildet, welches weder nach Interessen fragt, noch die unbeschreibliche Menschenf...

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