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Dass der Mensch frei sei ...

Zum Tag der Menschenrechte - Es begann mit Rousseaus Gesellschaftsvertrag

  • Von Hermann Klenner
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Es ist nicht die schlechteste Eigenschaft von Büchern, Kontroversen auszulösen. Sind diese größeren Umfangs, lassen sie vermuten, dass deren Autoren den Nerv der Zeit trafen, in den schärfsten gesellschaftlichen Gegensätzen Partei ergriffen oder in sie hineingezogen wurden.

Jean-Jacques Rousseaus »Du Contrat social«, erstmals 1762 in Amsterdam auf Französisch und bereits ein Jahr danach in Marburg auf Deutsch als »Gedanken von dem gesellschaftlichen Leben der Menschen« veröffentlicht, hat jedenfalls ein Für und Wider ohnegleichen entfacht. Von diesem Werk hatte sich ihr 50-jähriger Autor erhofft, dass es seinem Ruf die Krone aufsetzen werde. Tatsächlich aber wurde es sofort im monarchischen Frankreich, wo er wohnte, verboten; im republikanischen Genf, als dessen Bürger (»Citoyen de Geneve«) er firmierte, öffentlich verbrannt, und von Roms Kirche, der er für mehr als zwei Jahrzehnte angehört hatte, umgehend auf den Index gesetzt. Selbst der von ihm verehrte Voltaire grenzte sich ab: Dieses Buch verfasst zu haben, sei genauso verabscheuungswürdig wie seine Verbrennung. Und noch heute gehört Rousseaus »Gesellschaftsvertrag« zu den umstrittensten Gesellschaftstheorien der Weltliteratur. Insofern mit den einsc...


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