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Das ist die Hoffnung, die einzige

Bach, Gubaidulina und Messiaen in der Berliner Philharmonie

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Hirn glaubt, die Sprache fräße an seinem Fleisch, so viel Überhöhung, Hochstapelei wird tagtäglich massenhaft produziert. Zunächst hat das mit dem besuchten Konzert nur vermittelt zu tun, jedoch Schritt um Schritt rückt das Folgende dem Ereignis näher.

Erster Schritt, Kompera-Artistik: Da sind, in welchen Zentren immer, die »hochkarätigen« Konzerte und »einzigartigen« Programme, die noch höher gepushten Solisten (bei denen es unter dem Druck dieser Firmierung zu Nervenzusammenbrüchen gekommen sein soll), sodann die zweifelhaften, gleichwohl zu »Weltneuheiten« stilisierten Werke. Da sind nicht zuletzt die »den Filmzuschauer ansteckenden« Superklangerzeugnisse der Sound᠆trackindustrie, die zu 90 Prozent Dreckware und zu 99 Prozent Abgekupfertes auswirft. Und ähnliche Hubereien.

Zweiter Schritt: Was macht die Potenz der Leute im Komplex der »Mega-Konzerte« aus? Selbstgefällig besteht das Gros darauf, hier »Besseres«, »Hö...


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