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Wenn die Erde bebt ...

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: 1 Min.
Herr, lass es regnen, stürmen, toben! Mögen die Elemente nach Kräften über uns hereinbrechen. Tsunamis aller Ozeane, vereinigt euch! Richterskala, sei nach oben hin offener denn je, biete dich an bis zum Anschlag - es lebe die in dieser Weise offene Gesellschaft! Erde, bebe; Meere, lauft über; Berge, stürzt ein; Orkane, rast los! Man möchte seitenlang Shakespeares Lear zitieren, den Ausgesetzten auf der Heide: »Blast, Winde, und sprengt eure Backen! Wütet! Blast!/ Ihr Katarakte und Wolkenbrüche, speit,/ Bis ihr die Türme ersäuft, die Hähne ertränkt!/ Ihr schweflichen, gedankenschnellen Blitze,/ Versengt mein weißes Haupt! Du Donner schmetternd,/ Schlag flach das mächt'ge Rad der Welt;/ vernicht auf eins/ den Schöpfungskeim des undankbaren Menschen!« So. Auch wenn der Planet gerupft ist, auch wenn die Erdkugel Blasen schlägt: Alles wird gut. Denn glückliche Kunde kommt aus Pakistan: Das Land hat den Kauf US-amerikanischer Kampfflugzeuge verschoben, um zusätzliches Geld für die Opfer des Erdbebens bereitstellen zu können. 80 Flugzeuge!, deren Stückpreis bei bis zu 40 Millionen Dollar liegt. Die Katastrophe bleibt unser bester Lehrmeister. So bitter es ist: Der Zynismus dieser Tatsache könnte uns eines Tages vor Kriegen retten. Friedlich macht uns nur noch die ernste Drohung der Natur. Wider unsere eigene.

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