Nippon rückt nach rechts

Ehemaliger Regierungschef vor neuem Wahlsieg: Verhältnis zu China droht sich weiter zu verschlechtern

  • Von Sebastian Maslow
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mehr als 39 Prozent der japanischen Wähler wollen Shinzo Abe als Premierminister. Das geht aus einer Kyodo-Umfrage vom Dienstag hervor. Damit hat sich der Abstand zum derzeitigen Regierungschef Yoshihiko Noda auf fast 10 Prozentpunkte vergrößert. Abe wäre der siebte japanische Premierminister in nur sechs Jahren.

Dabei waren die Hoffnungen auf einen politischen Wandel groß, als die Liberaldemokratische Partei (LDP), die mehr als ein halbes Jahrhundert fast ununterbrochen regiert hatte, im Jahre 2009 abgewählt wurde. Die Demokratische Partei (DPJ) stand für einen Neuanfang. Sie versprach Kindergeld, kostenlose Schulen, die Energiewende und eine Politik der Transparenz. Doch kaum ein Ziel wurde erreicht. Gerade einmal 70 Mandate werden der DPJ noch in Aussicht gestellt. Vor drei Jahren hatte sie 309 der insgesamt 480 Sitze im japanischen Unterhaus erobert.

Jetzt ist es LDP-Chef Shinzo Abe, der sich für ein »neues Japan« einzusetzen...


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