Diktatorentochter drängt in Seouls Blaues Haus

Wählt Südkorea erstmals eine Frau ins Präsidentenamt?

  • Von Lee Yu Kyung, Seoul
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Südkoreas Präsident, der rechte »Bulldozer« Lee Myung Bak, wird nach fünf Jahren das Blaue Haus, seinen Amtssitz in Seoul, verlassen müssen. Eine Wiederwahl ist nicht möglich. Am heutigen Mittwoch wird sein Nachfolger gewählt. Oder wird es erstmals eine Nachfolgerin?

In Asien ist es nicht außergewöhnlich, dass eine Tochter, Gattin oder Schwester ihrem Vater, Gatten oder Bruder auf anscheinend demokratischem Wege ins höchste politische Amt folgt. Südkorea war da bisher eine bemerkenswerte Ausnahme. Die Südkoreaner erlebten sogar, dass die Nachkommen zweier ehemaliger Präsidenten wegen politischer und geschäftlicher Verstrickungen ins Visier der Justiz gerieten. Vor den Präsidentschaftswahlen am heutigen Mittwoch aber sind Besorgnisse wegen des Nahens einer »politischen Dynastie« nicht nur im Lande selbst, sondern auch im Ausland laut geworden.

Park Geun Hye, Präsidentschaftskandidatin der konservativen regierenden Saenuri-Partei, ist die älteste Tochter des Präsidenten Park Chung Hee (in dieser Zeitung seinerzeit Pak Tschong Hi geschrieben), der das Land 18 Jahre lang - von 1961 bis 1979 - mit eiserner Faust regierte. Nachdem ihre Mutter 1974 ums Leben gekommen war, spielte die Tochter faktisch ...

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