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Arzt für tödliche Nieren-OP verurteilt

Frankfurt (Oder) (dpa). Der Arzt entfernt einer Patientin eine gesunde Niere. Kurze Zeit nach der Operation ist die Frau tot. Wegen Körperverletzung mit Todesfolge in einem minderschweren Fall hat das Landgericht Frankfurt (Oder) nun den Mediziner zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Das Gericht verhängte gestern eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem stellten die Richter fest, dass die von Angehörigen der Toten angemeldeten Schadenersatzansprüche gerechtfertigt seien. Der Arzt habe der Patientin im Juli 2009 ohne deren Einwilligung eine gesunde Niere entnommen, obwohl es dafür keinen Grund gegeben habe, hieß es. Ursprünglich habe diese Niere auch nur freigelegt werden sollen. Die Bauchspeicheldrüse sei bei dem Eingriff verletzt worden, Sekret habe sich in den Bauchraum ergossen. Über diese Verletzung habe der Arzt auch nicht informiert. Es habe noch eine zweite Operation gegeben. Kurze Zeit später sei die Frau gestorben.

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