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Stockende Bauarbeiten am BER

(dpa/nd). Die Bauarbeiten am neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld stocken weiterhin an allen Ecken und Enden. Dies enthüllt nach einem Bericht der »Bild am Sonntag« ein internes Protokoll des Bundesverkehrsministeriums. Die Arbeiten sollen danach seit Sommer so gut wie nicht vorangekommen sein. Eine neue Liste enthält demnach weitere Baumängel: Regenwasser gelangt in das Lüftungssystem, Rolltreppen sind zu kurz, mehrere tausend Quadratmeter befinden sich noch immer im Rohbauzustand.

Der Bericht nennt Details, die zu weiteren Verzögerungen beim Bau führen können. Am Flughafen-Bahnhof laufe je nach Windrichtung Regenwasser von der westlichen Terminalfassade direkt in die Öffnungen des Lüftungssystems. Das Brandschutzkonzept des Bahnhofs habe keine Verbindung zur Brandmelder-Anlage des Flughafens. Bei den Wandverkleidungen von Aufzügen seien keine brandsicheren Dübel eingebaut worden. Sie müssten eventuell ausgewechselt werden. Zum jetzt geplanten Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 trifft der Bericht keine konkreten Aussagen.

Trotz Kritik, stützt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) weiter den umstrittenen Flughafenchef Rainer Schwarz. »Wir haben im Aufsichtsrat - auch gemeinsam mit den Vertretern des Bundes - entschieden, nicht die komplette Geschäftsführung der Flughafengesellschaft auszutauschen«, sagte Wowereit. Der Baubereich des Flughafens gehöre nicht zum Geschäftsbereich von Schwarz.

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