Der Unbequeme

Diskuswerfer Robert Harting überzeugte nicht nur im Ring

  • Von Oliver Händler
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Robert Harting ist erstmals nd-Sportler des Jahres. Die Leser gaben ihm so viele Stimmen wie niemandem sonst in den vier Kategorien. Ein eindrucksvoller Sieg für einen ebenso eindrucksvollen Athleten, der nicht nur mit der zwei Kilogramm schweren Scheibe für Schlagzeilen sorgt.

Die britischen Leichtathletikfans interessieren sich nicht besonders für Diskus- oder Hammerwerfen. Die eigenen Athleten sind selten gut genug für internationale Medaillen. Das Drama um Betty Heidler, als ihr bronzener Hammerwurf zunächst falsch vermessen wurde, bekamen im Londoner Olympiastadion nur die wenigsten mit, und auch das nervenzerreißende Finale der Diskuswerfer hatte die Briten nicht von den Sitzen gerissen. Robert Harting blieb ihnen dann aber doch in Erinnerung. Auf der Ehrenrunde nach seinem Olympiasieg übersprang er plötzlich die für das 100-Meter-Hürden-Finale der Frauen bereitstehenden Hindernisse, und die Leute jubelten ihm zu. Die Sequenz fehlte fortan in keinem Olympiarückblick der BBC. Auch in Deutschland hinterließ Harting Eindruck. Von den nd-Lesern wurde er nun zum Sportler des Jahres gewählt.

Robert Harting ist kein bequemer Mensch, und das beginnen die Menschen im Land zu honorieren. D...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.